Der Vulkan San Antonio


Zum Jahreswechsel 1677 bis 1678 brach der Vulkan San Antonio zum letzten Mal aus und begrub fruchtbare Weideflächen und die heilige heiße Quelle von Fuencaliente unter Schutt und Asche.

Experten schätzen, dass der heute 657 Meter hohe Vulkan bereits 3.000 Jahre alt ist. Sie erreichen den San Antonio leicht, wenn Sie in Los Canarios / Fuencaliente von der Hauptstrasse abbiegen und hin Richtung Las Indias fahren.

Auch der hellbraune Phonolithfelsen, das Heiligtum der Ureinwohner der Insel, wurde bei der Katastrophe der Blick auf den San Antonio von den Weinfeldes des Ortes Los Quemados ausfast vollständig verschüttet. Heute ragt nur noch ein wenig spektakulärer zwanzig Meter hoher Stumpf aus dem Boden. Sie finden die Überreste des Felsens, wenn Sie sich dem Vulkan Teneguia auf einer Wanderroute von Los Quemados aus unterhalb vom San Antonio nähern.

Auf dieser Strecke verläuft eine in Beton gekapselte Wasserleitung, fast wie ein kleiner asphaltierter Weg. Dieser unkomplizierte Spaziergang mit vielen atemberaubenden Perspektiven verläuft weit oberhalb des Meeres entlang der vulkanischen Klippen und ist relativ ungefährlich.




Anfahrt

Die Haupstraße, die La Palma im Süden umrundet, führt direkt durch Los Canarios / Fuencaliente durch. Hier zweigen Sie an der großen Kreuzung im Zentrum Richtung Los Quemados / Las Indias ab. Mit dem Pkw haben Sie den Ort nach wenigen Minuten durchquert.

Direkt am Ortsausgang Richtung Westen treffen Sie nach kurzer Zeit auf die Abweigung zum Parkplatz vom Vulkan San Antonio. Der Parkplatz mit dem Wächterhäuschen ist bereits von der Hauptstraße aus zu sehen. Machen Sie sich auf drei Euro Parkgebühr pro Person gefaßt. Mittlerweile vielleicht sogar mehr.

Auf dem Vulkan

Vom Parkplatz aus gelangt man nach ein paar Schritten in Ausstellungsräume, in denen geologische Details zum Thema Vulkanismus aufbereitet sind. Leider sind alle Informationen lediglich in spanischer Sprache verfasst. Da mussten wir bedauerlicherweise passen.

Den weniger wissenschaftlich interessierten Besuchern bietet ein Restaurant Einkehr. Wenn das Klima es zuläßt, besteht sogar die Möglichkeit draußen zu sitzen. Einige Urlauber nutzten die Chance für ein Sonnenbad.

Direkt neben dem Informationraum beginnt der schattenlose, schmale Trampelpfad, der den Kraterrand des San Antonio zu etwas mehr als der Hälfte umrundet. Der restliche Teil des Kraterrandes ist wohl aus Gründen der Sicherheit gesperrt. Beim Anblick der Piste hätten wir allerdings auch freiwillig auf das Stück verzichtet.

Das Ende des Weges ist etwas ausgebaut und bietet einen fantastischen Ausblick auf den etwas tiefer liegenden Vulkan Teneguia. Von hier aus geht es dann auf dem gleichen Wege zurück zum Ausgangspunkt.

Warnung

Das Begehen des Kraterrandes ist solange völlig ungefährlich, wie der Wind mitspielt. Wir empfehlen ausdrücklich, diesen Pfad bei Wind nicht zu begehen, denn es besteht Lebensgefahr! Aber auch bei Windstille können unerwartet gefährliche Böen auftreten. Achten Sie insbesondere auf Ihre Kinder!

Lesen sie hierzu unsere Hinweise zum Thema Naturgewalt Wind auf La Palma.

Wein auf dem Boden des San Antonio

Auf dem Weg zum Vulkan kommen Sie an dem Geschäft der Llanovid, Soc. Coop. Ltda. vorbei, das rechts von der Straße Feinreben auf der Vulkanasche des San Antonioliegt. Hier können Sie den Wein probieren und kaufen, der unter der Marke Teneguia verkauft wird. Die Trauben hierfür werden auf der fruchtbaren Vulkanasche der Umgebung angebaut. Das Grüne auf dem oben gezeigten Bild unterhalb des San Antonio sind übrigens Weinreben.

Die Gewächse werden aufgrund des starken Windes nicht an Rebstöcken kultiviert, sondern als Bodengewächs. Erntezeit ist das ganze Jahr durch. Immer wieder findet man Bauern pfückend auf den Feldern, wobei offensichtlich niemals komplett abgeerntet wird.

Wir haben in der betreffenden Weinhandlung selbst Wein gekostet, und waren über den guten und gleichzeitig eigenwilligen Geschmack überrascht. Dieser Tropfen ist in jedem Fall auch als Mitbringsel geeignet. Das Geschäft der Bodegas Teneguia hält hierfür spezielle Transport-Pakete bereit.

Selbstverständlich führt auch jeder Supermarkt der Insel diese leckeren Weine, die es in Rot, Weiss und Rose gibt. Rechnen Sie mit einem Flaschenpreis zwischen drei und sieben Euro, je nach Sorte. Weitere Informationen finden Sie unter dem Thema palmerischer Wein.

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