La Palma ist mit einem Alter von zwei bis drei Millionen Jahren in erdgeschichtlicher Hinsicht eine recht junge Insel.
Wie alle anderen kanarischen Inseln verdankt Sie Ihren Ursprung dem intensiven Vulkanismus der Region.
Auf der Fläche von 726² km erhebt sich ein gewaltiges Vulkangebirge, das mit dem Roque de los Muchachos auf 2426 Metern über dem Meeresspiegel seine höchste Erhebung findet. Von der Küste steigt die Insellandschaft überall steil an. Ebene Flächen sind hier eher selten.
Auf der Isla Bonita liegen gewaltige Höhenunterschiede vom Meeresspiegel bis auf Gebirge von zweieinhalb Tausend Metern auf einer relativ kleinen Fläche von 726² km nah beieinander. Bei solch extremen Verhältnissen spricht die Wissenschaft von einer hohen Reliefenergie. Hier ist La Palma Weltmeister unter allen Inseln.
Die Insel liegt in einem vulkanisch äußerst aktivem Teil dieser Welt. Die Insel selbst ist durch Vulkanismus
entstanden, ja man kann sagen, sie ist eine Kolonie von Vulkanen im Ozean.
Erste vulkanische Aktivitäten hoben das Massiv im Norden. Der Vulkankegel soll 5000 Meter Höhe gemessen haben. Durch den gewaltigen Druck der Landmassen auf die recht kleine Fläche kam es bereits vor langer Zeit zu einem Einbruch, der die heutige Caldera entstehen ließ. Mit 28 km Umfang und bis zu 2.500 Metern Höhe ist das Felsmassiv einer der größten Erosionskrater der Welt.
Weitere Vulkanausbrüche erweiterten die Insel im Laufe der Zeit nach Süden hin. Der letzte Ausbruch erschuf den heute noch heißen Vulkan Teneguia im Süden der Insel.
Durch den Wasserreichtum
der Insel und ein kompliziertes Netz aus abenteuerlichen Wasserleitungen
gedeihen die
Bananen hier prächtig.
Die Banane oder Paradiesfeige (Musa paradisiaca) gelangte bereits vor vielen Jahrhunderten durch portugiesische Seefahrer nach La Palma.
Heute erfreut sich die Frucht vor allem in niedrigeren und per Windfang geschützen Lagen des Ostens und des Westens der Insel zahlreicher Verbreitung. Der Bananenanbau ist einer der wichtigsten wirtschaftlichen Stützpfeiler La Palmas.
Die Insel beherbergt mit der Caldera de Tamburiente einen der schönsten Nationalparks. Ein Wanderparadies des Extraklasse, denn keine Straße führt in den Vulkankessel hinein, die Caldera kann nur erwandert werden.
Der Lorbeerwald, auch Laurisilva genannt, ist eine immergrüne Baumform, die während der letzten Eiszeit nahezu
überall ausgestorben ist. Im Norden von La Palma konnte sich diese Spezies aufgrund günstiger klimatischer über die Jahrtausende retten. Die UNESCO stellte Los Tilos, den besterhaltendsten Lorbeerwald unter strengen Biosphären Schutz.
Die Isla Bonita kennt über 700 Pflanzenarten, von denen allein 70 nur auf dieser Insel vorkommen.
