Die Insel La Palma


Die Insel La Palma ist die nordwestlichste Insel der Kanaren und hat eine Fläche von 729 km². Die Länge beträgt 42 km und die Breite 24 km. Auf La Palma leben knapp 100.000 Einwohner. Davon etwa 20.000 in der Hauptstadt Santa Cruz auf der Ostseite der Insel. Ähnlich bevölkerungsstark ist Los Llanos, die größte Stadt auf der Ostseite.

Entstehung von La Palma

Die Insel verdankt ihre Enstehung vulkanischen Aktivitäten, welche die Landmasse vor drei Millionen Jahren aus dem Meer hoben. Heute sitzt die Insel mit einer Höhe von 2.426 Metern auf einem ca. 4000 Meter hohen, unterseeischem Sockel. Eine in Nordsüd-Richtung verlaufende Kette von Vulkanen teilt das Eiland in zwei sehr unterschiedliche Klimazonen.

Natur

Aufgrund der Entstehung und der geografischen Lage bietet La Palma eine einzigartige Landschaft und Natur. Bedingt durch die Pinie auf den palmerischen Vulkanfeldernregenreiche Passatwinde und äquatoriale Sonneneinstrahlung ist die Flora der Insel ganzjährig grün. Die Vegetation ist sehr vielfältig und variiert von Lavafeldern über wüstenähnliche Trockenregionen bis hin zu einzigartigen Lorbeerwäldern, die ein lebendes Fossil der Urzeit sind.

Unter den Pflanzen der Insel befinden sich über 150 Arten, die nur auf hier vorkommen. Hierzu gehören unter anderem die bekannten Drachenbäume. Erstaunlich sind die Eigenschaften der kanarischen Pinien: Sie sind im Laufe der Jahrhunderte resistent gegen Waldbrände geworden, verbrennen nur äußerlich und schlagen nach zwei Jahren erneut aus. Mit ihren Nadel filtern sie in den hoch gelegenen Bergwäldern die Feuchtigkeit aus den Passatnebeln und führen das so gewonnene Wasser dem Boden des palmerischen Waldes zu. Auf der Insel gibt es mehrere Naturschutzgebiete.

Wirtschaft auf La Palma

Die Wirtschaft der Insel vom Bananenanbau geprägt. Insbesondere im Sonnendreieck (Tazacore - Puerte Naos - Los Llanos) das Sonnendreieck von Los Llanos von obenauf La Palmas Westseite finden sich große landwirtschaftlich genutze Flächen. Nennenswert ist außerdem der Weinanbau, der insbesondere im Süden der Insel in den Städten Fuencaliente und Mazo auf eine lange Tradition zurückblickt.

Möglich wird die ausgeprägte Agrarwirtschft durch eine gezielte Nutzung des palmerischen Wasserreichtums. Neben dem direkten Passatregen nutzen die Einwohner gegrabene Quellentunnel, die sich in privatwirtschaflicher Hand befinden. Das Wasser wird durch ein komplexes Rohrsystem zu seinen Endabnehmern geleitet.

Auch der Tourismus stellt eine wichtige Einahmequelle dar. Die Palmeros distanzieren sich jedoch von den Entwicklungen hin zum Massentourismus, wie sie auf den kanarischen Nachbarinseln stattgefunden haben. Stattdessen fördert man Fremdenverkehrsprogramme, die mit der Natur in Einklang stehen, um das ursprüngliche Bild der Insel nicht zu zerstören.

Anreise

Seit einigen Jahren verbindet ein Flughafen die Insel mit zahlreichen nationalen und internationalen Zielen. Von Deutschland aus starten jede Woche zahlreiche Flüge, wobei teilweise eine Zwischenlandung in Kauf genommen werden muss. Die Buchung eines Mietwagens ist für La Palma sinnvoll.

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Insel La Palma