Guanchen nennt man in der Geschichte La Palmas die Urbevölkerung aller Kanaren. In den letzten Jahren ist man dazu übergegangen der palmerischen Urbevölkerung einen eigenen Namen zu geben und zwar "Aboras", nach einer der Gottheiten der Ureinwohner.
Aufgrund der Entzifferung von Funden in Stein geritzter Zeichen "Zanata" auf Teneriffa konnte man davon ausgehen, dass es sich bei der Urbevölkerung um einen Berberstamm namens "Zanata" aus Nordafrika handelte. Dieser Stamm wurde ungefähr im 3. Jahrundert nach Christus von den Römern aus Nordafrika vertrieben. Die Guanchen lebten noch sehr primitiv, sie kannten zwar schon Tierhaltung und die Produktion von Käse und Butter, aber sie wohnten noch in Höhlen und ihre Waffen bestanden aus Stein und Holz, vergleichbar mit der Lebensweise der Steinzeitmenschen.
Weitere Informationen zur Geschichte der Guanchen im Internet.
Diese in Stein geritzte Zeichen der Ureinwohner kann man auch auf La Palma an ungefähr 50 Fundstellen bestaunen. Man nennt sie auch Petroglyphen. Die meisten dieser Zeichen konnten bis heute nicht entschlüsselt werden. Es handelt sich überwiegend um Wellen und Spiralen. Die schönsten Funde findet man in La Fajana und La Zarzita. In La Zanata gibt es auch einen sogenannten archäologischen Park mit einem sehenswerten Informationszentrum. Er liegt in einem landschaftlich sehr reizvollen Gegend und ist somit sehr empfehlenswert.
Bis zum Jahre 1493 konnten sich die Urbewohner der Insel in ihrer Geschichte erfolgreich gegen die Spanier behaupten. Erst in diesem Jahr gelang die Eroberung der Isla Bonita durch den Spanier Alonso de Lugo. Schon kurz nach der Besetzung des Landes versuchte man die Insel La Palma wirtschaftlich zu nutzen. Es wurde war allem der Zuckerrohranbau und die Sklaverei eingeführt. Die Kultivierung des Landes erfordete einen hohen Personaleinsatz, so dass in dem Zuge viele Spanier auf die Insel La Palma kamen. Ihnen folgten Kaufleute, Architekten und Großhändler.
Die Hauptstadt Santa Cruz zählte zu der Zeit zu einer zu den bedeutensten Häfen auf der Welt, da hier der Steuereintreiber der Handelskammer von Sevilla seinen Sitz hatte. Alle aus der Neuen Welt heimkehrenden Schiffe mussten hier ihre Steuern zahlen. Dieses brachte natürlich auch viel Unheil mit sich, u.a. Piraten und Freibeuter.
Im Jahre 1657 wird der Sitz der Handelskammer nach Teneriffa verlegt, dieses bedeutete den wirtschaflichen Untergang von Santa Cruz in der Geschichte der Insel.
