Geologie, Enstehung von La Palma


Hat man erst einen Eindruck von der Insel La Palma bekommen hat, stellt man sich die Frage nach der Entstehung der Insel, insbesondere der Caldera. Wir versuchen in diesem Beitrag etwas Licht in La Palmas Geologie zu bringen.

So unternahmen wir eine geführte Wanderung durch die Caldera, in der Hoffnung hier nähere Auskunft darüber zu bekommen. Aber leider war der Reiseleiter kein Geologe, so dass wir uns mit nur wenigern Informationen zufrieden geben mussten. Sollten Sie (Hobby-) Geologe sein, so würden wir uns über Ihr Feedback freuen.

Geografie

Die Insel gehört geografisch gesehen zu den kanarischen Inseln. Sie ist die grünste Insel der Kanaren und liegt am westlichen Rand dieser Inselgruppe. Mit einer Fläche von ca. 700 km² ist sie die dritt-kleinste Insel der Kanaren. Sie ist ca. 30 km breit (west-ost) und 50 km lang (nord-süd). Der Roque de los Muchachos ist der höchste Berg der Insel und der zweithöchste Berg Spaniens.

La Palma gehört mit einem Alter von 2 Millionen Jahren zu den Jüngsten der kanarischen Inseln. Nur El Hierro ist mit 1,2 Millionen Jahren noch jünger:



Geologie der Enstehungsgeschichte

Wie konnte so ein gewaltiges Bergmassiv auf so einer relativ kleinen Insel entstehen? Erst vor einigen Jahrzehnten konnte Geologie der Insel: Kissenlavaman dieses Geheimnis lüften: La Palma ist vulkanischen Ursprungs, und ist somit aufgrund von unterseeischen Vulkanausbrüchen. Dieser Sockel im Meer hat eine Höhe von 4000 m, zusammen ergibt sich hiermit eine Gesamthöhe von über 6000 m vom Meeresgrund.

Ein Beweis für diese unterseeische Entstehung, ist die sogenannte Kissenlava, die am Grunde der Caldera vielerorts zu sehen ist. Kissenlava entsteht nur, wenn die Masse in den Tiefen des Meeres erstarrt.

Geologie der Caldera auf La Palma

Auch an den Kesselwänden der Caldera kann man die Entstehung der Insel ablesen: Der durch Beben gehobene Inselsockel ist bis zu einer Höhe von 800 m zu erkennen. Hierüber befinden sich die abgelagerten erkaltenten Lavaströme, und zwischen diesen Schichten tritt das Wasser der Caldera-Quellen aus. Das gewaltige Massiv der Caldera prägt die Landschaft im Norden der Insel und beherbergt auch die höchsten Berge, wie den Roque de los Muchachos.

Mittlerweile ist man auch zu der Erkenntnis gekommen, dass der bis zu 1900 m tiefe Karter der Caldera (übersetzt: Kessel) nicht durch Einsturz einer Vulkanspitze entstanden ist, sondern überwiegend durch Erosion. So sind auch die Barrancos (Kerbtäler) in der Außenwand der Caldera durch Verwitterung entstanden. Es handelt sich bei der Caldera auch nicht um einen Vulkan, wie man durch sein Aussehen vermuten könnte, sondern die Kraterwände stammen aus drei unterschiedlichen Vulkanphasen.

Mit dem Ausdruck Caldera (Kessel) bezeichnet man in der Fachsprache mittlerweile generell kesselförmigen Krater vulkanischen Ursprungs.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Geologie der Caldera.

Vulkane auf La Palma

Aufgrund immer wieder auftretener Vulkanaktivitäten und Ausbrüche ist die Insel zu dem gewachsen, was sie heute ist. Noch heute besteht die Cumbre Vieja aus über 100 Vulkanen. Diese Vulkanausbrüche treten sowohl an der Erdoberfläche als auch auf dem Meeresgrund auf.

Geologie der Insel: Lavastrom vom Ausbruch des Vulkan San Juan Bei den Vulkanausbrüchen handelt es sich stets um gemässigte Ausbrüche mit geringen Explosionen und langsam fliessender Lava. Auch heute begegnet man vielerorts dieser erkalteten noch relativ jungen Lavaströme. Man nennt sie Malpais (schlechtes Land), da sie noch ohne Pflanzenbewuchs sind, und sie massiv durch das Landschaftsbild verlaufen.

Schön zu sehen ist ein solcher Lavastrom vom Ausbruch des San Juan von 1949 in San Nicholas auf der Westseite der von La Palma. Die Insel hat wirklich eine faszinierende Geologie.

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Insel La Palma